Die Homologation beim Motorradhelm!

Motorradfahrer sind im Straßenverkehr besonders gefährdet und zu deren Schutz gehört unter anderem eine gute Schutzkleidung. Regelmäßig trifft die Polizei jedoch immer wieder bei Verkehrskontrollen Motorradfahrer an, welche Helme tragen die entweder sehr alt sind oder nicht den aktuellen Sicherheitsstandards entsprechen.

Jeder homologierte Helm muss eine entsprechende Homologationsnummer oder ECE-Prüfzeichen tragen. Dieses ist in der Regel in Form eines weißen Etiketts am Kinnriemen oder am Innenfutter angebracht.

Beispiel und Aufbau eines ECE-Zeichens: z.B. 05300282/P-005:

Die eingekreiste E-Zahl codiert das Land der Homologation, die Zahl 1 steht für Deutschland (2 für Frankreich, 13 für Luxemburg). Die Zahlenreihe fängt mit der aktuelle Prüfnorm (05) an, es folgen die Zulassungsnummer (300282), die Kennzeichnung P (J=Jethelm, P=Integralhelm) und eine herstellerspezifische Produktionsnummer (005) 

Sind Motorradhelme mit einer alten Prüfnorm (z.B. 04) noch immer zulässig?

Helme welche noch die Prüfnorm 04 oder älter tragen, entsprechen nicht mehr den neuesten Sicherheitsstandards und ihre tatsächliche Schutzwirkung sollte infolge einer möglichen Materialermüdung sicherlich in Frage gestellt werden.

Das Tragen solcher Helme ist jedoch nicht verboten. Die Polizei rät allerdings dringend davon ab, solche Helme weiter im Strassenverkehr zu benutzen indem sie den aktuellen Sicherheitsstandards absolut nicht mehr entsprechern.

Die Homologation basiert auf der Vorschrift 22 der Europäischen Union. Es gibt jedoch Hersteller, die Helme mit dem Aufkleber „R22“ in den Verkauf bringen. Diese Helme sind nicht homologiert und somit nicht im öffentlichen Straßenverkehr zulässig. Auf dem Etikett muss immer eine eingekreiste E-Nummer mit einer entsprechenden Länderkennung vorhanden sein.

Es gibt Fahrer, die zwar einen homologierten Helm tragen, jedoch das Visier eines Drittanbieters montieren, welches dann aber sehr oft nicht zugelassen ist. Auch in diesen Fällen wird dann eine gebührenpflichtige Verwarnung abverlangt.

Strafbestimmungen: Die Vertösse gelten als sogenannte „contraventions graves“ und ziehen eine Geldstrafe von 145.-€ und einen 2 Punkteabzug für den Fahrer mit sich. Zusätzlich kann das Fahrzeug immobilisiert werden.

Sollte es sich beim Mitfahrer um einen Minderjährigen handeln, muss im Falle eines Verstosses der Fahrer die Strafe bezahlen und bekommt auch in diesem Fall 2 Punkte von Führerscheinkonto abgezogen!

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