Taijitsu: eine Kampfkunst im Dienste der Selbstverteidigung
Taijitsu („Körperkunst“) ist eine traditionelle Kampfkunst, die insbesondere Techniken aus dem Karate („leere Hand“) und dem Jiu-Jitsu („sanfte Kunst“) miteinander verbindet. In der Selbstverteidigung zielt sie darauf ab, wirksam auf einen Angriff zu reagieren und dabei die eigenen Bewegungen unter Kontrolle zu behalten.
Die Praxis vereint Ausweichbewegungen, Abwehrtechniken, Schläge, Würfe und Gelenkhebel. Schläge, auch „Atemi“ genannt, können die anschließende Ausführung einer Verteidigungstechnik erleichtern. Durch gezielte Bewegungen und Ausweichen lässt sich die Angriffslinie verlassen und das eigene Verletzungsrisiko verringern.
Auf denselben Angriff sind verschiedene Reaktionen möglich. Im Training lernen die Übenden, ihre Reaktion an die jeweilige Situation, ihre körperlichen Fähigkeiten und ihre Erfahrung anzupassen.
Die Grundprinzipien
- Wirksam handeln und dabei das eigene Risiko möglichst gering halten.
- Durch gezielte Bewegungen und Ausweichen vermeiden, in der Angriffslinie zu bleiben.
- Techniken präzise und kontrolliert ausführen lernen.
- Die Verteidigung an die Art und Intensität des Angriffs anpassen.
- Realitätsnahe Situationen in einem sicheren Rahmen trainieren.
- Ruhe bewahren und die Selbstbeherrschung behalten.
Die Achtung der körperlichen Unversehrtheit und des menschlichen Lebens steht im Mittelpunkt dieser Disziplin. Ziel des Trainings ist es, eine kontrollierte und angemessene Reaktion zu entwickeln, um sich zu schützen und in Sicherheit zu bringen.
Der tiefe Respekt vor dem Leben muss den Praktizierenden anspornen, seine Techniken maximal zu kontrollieren, um ein Vorbild zu bleiben.
Taijitsu Ryû ist von der Fédération Luxembourgeoise des Arts Martiaux (FLAM) anerkannt. Die Praktizierenden können verschiedene Grade bestehen (weißer Gürtel - schwarzer Gürtel) und sich mit einer Fachausbildung bis zum Bundes- oder Landestrainer weiterentwickeln.
Fortschritte unter fachkundiger Anleitung
Taijitsu Ryû ist von der Fédération Luxembourgeoise des Arts Martiaux (FLAM) anerkannt. Die Übenden durchlaufen Gürtelprüfungen vom weißen bis zum schwarzen Gürtel. Anschließend können sie ihren Weg mit spezialisierten Ausbildungen fortsetzen, insbesondere zum Verbandstrainer („moniteur fédéral“) oder zum staatlich anerkannten Trainer („moniteur d’État“).
Selbstverteidigungskurs für Frauen
Die Polizei bietet gelegentlich einen kostenlosen Selbstverteidigungskurs für Frauen an.
Ziel dieses Projekts ist es, Bürgerinnen angemessen darauf vorzubereiten, mit gefährlichen Situationen umzugehen.
Dies geschieht unter anderem durch:
- einen theoretischen Kurs, in dem der rechtliche Rahmen erläutert wird,
- einen praktischen Selbstverteidigungskurs unter Anleitung qualifizierter Ausbilder.
Die Termine für die nächsten Kurse für Frauen werden zu einem späteren Zeitpunkt über alle unsere Kanäle bekannt gegeben.